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Im Portrait

trigema® – Tragbar für Jedermann

Seit über 95 Jahren fertigt und entwickelt trigema® Sport- und Freizeitkleidung und ist heute das letzte Textilunternehmen Deutschlands, dass von der Garnlieferung bis zum Fertigprodukt ausschließlich im eigenen Land produziert.
21.04.2017 – Luwi Funke  


Alles aus einer Hand

trigema® ist ein Inhabergeführtes Unternehmen, das in langer Tradition Sport- und Freizeitbekleidung herstellt. In den Produktionshäusern werden eigene Stoffe gestrickt, gefärbt und ausgerüstet. Die Firma entwickelt Schnitte und Kollektionen, schneidet diese nicht nur zu, sondern konfektioniert, lagert, verpackt und versendet die Produkte im Anschluss auch. Innerhalb des Unternehmens befinden sich – von der Stoffstrickerei bis zum Versand – alle Abteilungen unter einem Dach. Mit der Garnlieferung ist die Produktion, die ausschließlich in Deutschland stattfindet, daher in keinem Punkt der Wertschöpfungskette auf Dritte angewiesen.

Das Kernsortiment von trigema® umfasst um die 600 verschiedene Produkte. Unter dem Wahlspruch „Tragbar für Jedermann“ hat sich die Marke dabei auf die Herstellung von folgender Kleidung für Damen, Herren und Kinder spezialisiert:

  • T-Shirts, Sweatshirts, Poloshirts und Nickis
  • Jogging- und Sportanzüge, Tennisbekleidung
  • Unter- und Nachtwäsche
  • Schul-, Arbeits- und Schutzkleidung

In vier Stufen zu hochwertiger Kleidung

Zur Verarbeitung verwendet trigema® ausschließlich Öko-Tex zertifizierte Garne von deutschen und europäischen Spinnereien. Die verarbeitete Baumwolle kommt von kleinen Familienbetrieben in Griechenland und der Westtürkei. Ein vom Unternehmen erarbeiteter „Code of Conduct“ verpflichtet grundsätzlich alle Geschäftspartner zu einer freiwilligen Selbstkontrolle im Bereich faire Arbeitsbedingungen. Er beinhaltet u.a. Arbeitszeitregelungen, Diskriminierungsverbot, Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit und ist fester Bestandteil der Lieferverträge.

In Deutschland angekommen, werden die Transportwege innerhalb der Wertschöpfung dank eines lokalen Netzwerkes kurzgehalten. So kann man zügig mit der Materialweiterverarbeitung fortfahren. Dabei stellt trigema® seine Textilien in einem vierstufigen Prozess her:
1. Stoffherstellung
2. Ausrüstung (Färbbereich / Bleicherei)
3. Zuschneiderei / Konfektion
4. Veredelung (Druckerei / Stickerei)

In einem Drei-Schicht-Betrieb produzieren die Großrundstrickmaschinen aus verschiedenen Garnen jeden Tag über zehn Tonnen Stoff unterschiedlichster Textur: Vom Baumwoll-Singlejersey über Doppel- und Feinripp bis hin zu hochfunktionellen Stoffen. Bevor ein jeder Stoff zugeschnitten und zu einem Kleidungsstück verarbeitet werden kann, durchläuft er verschiedene Arbeitsschritte. Zunächst wird der Stoff in hochmodernen Wasch- und Bleichanlagen vorbehandelt. Die Anlagen arbeiten mit minimalem Wasser- und Energieverbrauch, was das Bleichen besonders umweltfreundlich macht. Zudem sind alle trigema®-Produkte schadstofffrei und optimal hautverträglich. Nach dem Bleichen wird der Stoff im Kaltverweilverfahren gefärbt und dann die Einlaufwerte durch ein mechanisches Verfahren minimiert.

Vor dem Zuschneiden wird per Computer der optimale Stoffverbrauch ermittelt. Auch der Zuschnitt erfolgt vollautomatisch. Anschließend konfektionieren Hunderte von Näherinnen die zugeschnittenen Teile. Fertiggenähte Kleidung wird in der Siebdruckerei durch farbige Motive akzentuiert. Es können bis zu 14 verschiedene Farben vollautomatisch gedruckt werden. In der Stickerei produzieren Automaten individuelle Motive, Namenszüge und Logos für die Hausmarke und die von Industriekunden.

trigema change® - Eine Vision der Nachhaltigkeit wird zur Realität

Umweltschutz hat für trigema® einen hohen Stellenwert. Das Unternehmen arbeitet laut eigener Aussage ausschließlich mit der neusten Technik und verfügt über hochmoderne wasser- und energie­sparende Anlagen. Gleichzeitig investiert die Firma kontinuierlich in die Verbesserung und Optimierung der eigenen Produktionsabläufe, besonders hinsichtlich der Aufbereitung von Prozess- und Abwässern. Auch die lokale Arbeitsweise kommt der Natur zugute. Das ausschließbliche Produzieren in Deutschland hilft dabei, erhebliche Mengen CO2 einzusparen, da überregionale oder internationale Transportwege in der Produktion entfallen. Neben den eigenen Kontrollinstanzen lässt trigema® zusätzlich die gesamte Produktpalette regelmäßig von unabhängigen Instituten prüfen und nach „Öko-Tex-Standard 100“ auszeichnen.

Teil einer Strategie hin zur gesunden und umweltfreundlichen Bekleidung ist zudem trigema change®. Ziel ist die Herstellung ökoeffektiver Produkte aus 100% Bio-Baumwolle, optimiert nach dem sogenannten Cradle to Cradle® – Prinzip. Dieses „Von der Wiege zur Wiege“ - Konzept ist angelehnt an das System der Natur und basiert auf geschlossene Kreisläufe, die keine Abfälle erzeugen und wertvolle Rohstoffe für unsere und zukünftige Generationen erhalten. Auf der Weltausstellung 2010 in Shanghai stellte trigema change® in diesem Zusammenhang exklusiv das weltweit erste 100% recyclebare T-Shirt vor. 2014 brachte das dem Unternehmen einen Innovator Award ein, einen Preis, der an Firmen verliehen wird, die die Produktentwicklung von geschlossenen Kreisläufen nach dem Cradle to Cradle® Prinzip revolutioniert haben.

Über 95 Jahre Qualität

Im November 1919 kauften die Brüder Josef und Eugen Mayer eine stillgelegte Burladinger Fabrik und profitierten beim Handhaben selbiger von den Kenntnissen, die sie bei ihrem Vater Johann Mayer erworben hatten. Er galt seiner Zeit als Pionier der Burladinger Textilindustrie. Ab 1922 gingen die Brüder getrennte Wege, sodass Josef Mayer als Alleininhaber die Firma Mechanische Trikotwarenfabriken Gebr. Mayer KG weiterführen und sein unternehmerisches Talent voll entfalten konnte. Mit 25 Leuten begonnen, beschäftigte er bereits fünf Jahre nach der Gründung 150 Angestellte. Diese rasche Aufwärtsentwicklung führte zu einer kontinuierlichen Vergrößerung des Burladinger Werkes. Nach dem Tod Mayers 1956, der die Trikotwarenfabriken bis dahin zu einem erfolgreichen Großbetrieb mit 800 Beschäftigten ausgebaut hatte, übernahm sein Schwiegersohn, Dr. jur. Franz Grupp, die Geschäftsleitung. 13 Jahre später, 1969 erfolgte dann der nächste Generationswechsel und Diplom-Kaufmann Wolfgang Grupp übernahm die Geschäftsführung von seinem Vater. Zur gleichen Zeit verbreitete sich die Flower-Power-Bewegung. Das T-Shirt wurde neben der Jeans zum Symbol jugendlicher Mode. Wolfgang Grupp setzte auf den aktuellen Trend und startete mit Erfolg in eine neue Phase des Unternehmens: Er etablierte die Geschäftsbereiche T-Shirt und Tennisbekleidung unter dem Markennamen trigema® und wandelte die traditionellen Trikotwarenfabriken durch seine Neustrukturierung in eine Produktionsstätte modischer Freizeitkleidung um. Mit Erfolg: Seit 1975 ist trigema® Deutschlands größter Hersteller von Sport- und Freizeitbekleidung, die es seit 2004 zudem auch im Onlineshop zu erwerben gibt.

Heute beschäftigt trigema® rund 1200 Mitarbeiter, darunter mehr als 40 Auszubildende in den Berufen ModenäherInnen, ProduktionsmechanikerInnen, ProduktveredlerInnen und Industriekaufleute. Das Unternehmen erwirtschaftet zusammen jährlich einen Produktionsumsatz von über 85 Mio. Euro bei einer Produktionskapazität von bis zu 30.000 Artikel am Tag. Damit hat das Markenprodukt trigema® im Markt der Sport- und Freizeitkleidung eine Spitzenposition erworben und bekennt sich mit seinen Werken in Burladingen, Altshausen und Rangendingen klar zum Produktionsstandort Deutschland.