Jeanstrends variieren am Modehimmel wahrscheinlich so wie Regenwolken. Sie schieben sich ins Blickfeld, verweilen kurz und verziehen sich nach dem Sturm. Die Skinny Jeans blieb lang bestehen, löste sie doch Mitte der 2000er Boot-Cut-Jeans und Schlaghosen ab. Alle schworen auf diesen neuen Trend, die Beine zu betonen. Seit ein paar Jahren ist das Skinny-Jeans-Gewitter nun aber nahezu vorüber, oder?
Sind Skinny Jeans noch im Trend?
In den sozialen Medien ist sie für die jüngere Generation ein stichhaltiger „Millenial-Indikator“: die
Skinny Jeans. Ganz unrecht hat sie nicht, die Gen Z. Die enganliegende Hose verkörpert schließlich die Jugend ihrer Vorgänger. Mitte der 2000er war sie gar nicht mehr wegzudenken aus dem modebewussten Kleiderschrank. Eine gute Röhrenjeans verfügte über eine sichtbare Waschung und einen gehörigen Stretch-Anteil – sie dominierte die Schaufenster. Heute ist die Hosenform-Palette im gängigen Modekettensortiment aber so vielfältig wie noch nie. Und auch die Skinny Jeans tummelt sich trotz vielerlei Ächtung heute noch dort. Heißt das also, sie ist doch noch nicht vom Aussterben bedroht?
Wer sich nicht als „alt“ outen will, meidet die enggeschnittenen Jeanshosen. Wem es aber egal ist, wie ihn oder sie die juvenile Gesellschaft ansieht, greift immer noch auf die gewohnte Form zurück – und ist damit immer noch genauso modisch. Nur eben auf eine erwachsenere Art und Weise. Die Skinny Jeans bringt nämlich einige Vorteile gegenüber der wiedergekehrten
Wide Leg Jeans oder den
Baggy Pants mit.
Welche Vorteile haben Skinny Jeans?
Gerade kürzere und auch kräftigere Beine wirken in Skinny Jeans paradoxerweise schlanker und länger. Zu viel Stoff betont die Beine. Das ist per se natürlich nicht schlimm. Wer aber gerne davon ablenken möchte und danach strebt, sich schmaler oder größer zu zaubern, profitiert von dem Schnitt. Das liegt daran, dass die Silhouette des Beines mit einer Röhrenjeans deutlich sichtbarer ist als etwa bei einer
Boot-Cut-Jeans. Wer die Beine verlängern will, achtet darauf, dass die Knöchel frei liegen. Gar kein leichtes Unterfangen, wenn man ohnehin nicht ganz so groß ist. Wie praktisch, dass viele Shops das mittlerweile zur Kenntnis genommen haben und verschiedene Längen anbieten. Diese fangen bei
Leviꞌs teilweise schon bei 28 Inch an. Andere Geschäfte wie
Asos haben auch Petite-Größen im Sortiment, die eine kürzere Innenbeinlänge mitbedenken. Menschen, die gerne ihre gesamte Silhouette betonen statt sie kaschieren oder gar überladen wollen, setzen auf eine hohe Leibeshöhe und greifen zur High Rise Jeans.
Wie kombiniert man Skinny Jeans heute?
Gerade weil der Skinny Jeans mittlerweile ein eher altbackener Ruf anheftet, darf man sie gerne etwas anders als früher kombinieren. Heute trägt man sie zu groben
Bikerstiefeln und einem
lockeren Bandshirt – für die, die es leger mögen. Wer den eigenen Stil als eher schicker definieren würde, zieht
Lederstiefel mit höherem Schaft über die Hose und zeigt sich herbstlich mit einem offenen
Mantel darüber. Dazu passen ein
Satinoberteil, ein
weißes Hemd oder ein enger
Rollkragenpullover. So fungiert die Hose mehr als
Accessoire denn als Hauptakteur. Richtig scandi-mäßig wird der Look, wenn du dich in einen beige- oder cremefarbenen
Oversized Pullover hüllst und modische Schuhe mit Plateau-Absatz dazu wählst. Egal, welcher Generation Du also angehörst: Die Skinny Jeans kann immer noch dir gehören.