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Jung und frech – das nachhaltige Kindermodelabel freh

Das junge Modelabel „freh“ produziert nachhaltige Mode für Kinder. Entworfen und produziert werden die Stücke von Frederic Aue und seiner Frau Mareike in ihrem Altelier in Berlin Kreuzberg. Inspiriert hat das junge Pärchen die Geburt ihrer gemeinsamen Tochter Levke, die seitdem auch in Sachen Mode den Ton angibt. In unserem Interview erzählen die beiden, wie sie ihre Idee in die Tat umgesetzt haben und wie sich freh von anderen Labels unterscheidet.
26.03.2020 - Leslie Post

Am Anfang stand die Cycling Cap

Die Idee, ein eigenes Modelabel zu gründen, entstand bei Frederic Aue und seiner Frau Mareike kurz nach der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter Levke. Für einen gemeinsamen Ausflug suchten die Fahrradbegeisterten nach einer passenden Cycling Cap für ihren Spross. Sie dachten dabei an diese klassische Radmütze mit kleinem, hochklappbarem Schirm, die seit einiger Zeit ihr großes Fashion-Comeback feiert und die ihre*n Träger*in beim Radfahren vor Sonne, Wind und Insekten schützt. Es stellte sich heraus: Für Kinder ist das Angebot eher beschränkt. „Es war schwierig Modelle zu finden, die sowohl funktional und hochwertig als auch schön und kindergerecht waren“, erzählen uns die beiden. Kurzer Hand entwarfen sie während ihrer Elternzeit 2017 gemeinsam ein eigenes Modell. Schon bald wurden sie von Freunden und anderen Eltern auf ihre selbstgenähte Cycling Cap angesprochen, was schließlich der Ansporn für ein eigenes Label war. Vor allem von den Kindern selbst gibt es bis heute immer wieder positives Feedback. Zur Cap kamen Leggings, T-Shirts, Pullover und Turnbeutel, ausgewählte Stücke gibt es auch für Erwachsene. Heute kann man die Produkte nicht nur im eigenen Onlineshop, sondern auch in ausgewählten Shops in Berlin erwerben.

„Das Label wächst mit unserer Tochter “

Größter Fan des Labels ist und bleibt die kleine Levke: „Sie liebt unsere Designs und das ist das größte Kompliment für uns“, verrät Mareike. Auch den Namen ihres Labels haben die stolzen Eltern ihrer Tochter gewidmet: „freh“ kommt nämlich aus dem Altdeutschen und bedeutet „frech“. „Levke ist freh, sie ist laut, bunt und liebt es zu toben“, so die beiden. Frech und bunt sind auch die Designs ihrer Produkte, die mit Farbspritzern oder grafischen Mustern bedruckt sind. Die Designideen entstanden, als die beiden mit Levke Hand- und Fußabdrücke machen wollten und einige Spritzer daneben gingen. Typisch für freh sind außerdem die Neonfarben und sportlichen Schnitte. Dahinter verbirgt sich der Gedanke, Kinderkleidung zu entwerfen, die sowohl sportlich als auch geschlechtsneutral ist. Vor allem Mädchen sollen ohne Einschränkungen toben und spielen können. Kürzlich entwarf das Designerduo ein Frill-Top, also eine Mischung aus Longsleeve und Kleid, das genau so lang ist, dass es beim Laufradfahren nicht am Sattel festhängt. Dabei funktionieren die Stücke als komplettes Outfit, wie auch einzeln. So wachsen Tochter und Unternehmen gemeinsam, schließlich darf Levke die angefertigten Muster nicht nur Probe tragen, sondern sie inspiriert ihre Eltern auch zu neuen Ideen. „Im Alltag kommen wir oft in Situationen, in denen wir für Levke etwas brauchen, was es so noch nicht zu kaufen gibt. Dann fangen wir direkt an zu planen, und probieren uns an neuen Produkten und Designs“, erzählen uns die jungen Eltern.

„Wir möchten den Markt modisch und moralisch verändern“

Von der Idee bis zum fertigen Produkt entsteht alles im hauseigenen Atelier in Berlin Kreuzberg. Frederic und Mareike fertigen ihre Stücke nicht nur selbst per Hand an, sie legen auch besonderen Wert auf eine umweltschonende Verarbeitungsweise. Die Rohstoffe für Ihre Teile beziehen die beiden nach eigenen Angaben nur von ausgewählten Lieferanten. So etwa werden die Stoffe für ihre Cycling Cap in Deutschland gewebt, der Rest wird aus Portugal geliefert. Alle Stoffe sind GOTS-zertifiziert und bestehen zu 100% aus Biobaumwolle. Frederic dazu: „Ein bewusster Umgang mit Ressourcen ist uns wichtig. Wir möchten den Markt für Kinderbekleidung modisch und moralisch verändern“.

Auch für den Siebdruck, mit dem die bunten Farbspritzer aufgetragen werden, verwenden sie auschließlich schadstoffreie Farben. Dabei hat sich das Ehepaar ganz bewusst für eine Produktion on demand entschieden; sprich: keine große Vorproduktion, kein Lager, kein Sale und ergo auch keine Überproduktion. Statt aktuellen Trends hinterherzurennen, entwerfen die beiden zeitlose Stücke von hoher Qualität und mit viel Herzblut. Was nicht bei den Kund*innen ankommt, wird ganz einfach auch nicht weiter produziert. Gleichzeitig sollen ihre Stücke nicht „öko“ aussehen, sondern insbesondere den kleinen Träger*innen Freude bereiten. „Wir möchten der Modewelt zeigen, dass nachhaltige Kinderbekleidung auch bunt, laut und cool sein kann“, erklärt das Ehepaar.
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