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Mister Matthew – Mode kann mehr als gut aussehen

2014 gründete Matthias Limmer mit „Mister Matthew“ einen Männerfashionblog, der auf weit mehr als nur auf Mode eingeht. Mit seinem Stilmix aus Klassik und Moderne möchte er anecken und über den Weg der Mode politische und aktuell gesellschaftliche Belange thematisieren.
Um sich unabhängig von Facebook, Instagram und co. im Internet ausdrücken und präsentieren zu können, rief Matthias Limmer im Jahr 2014 seinen Blog „Mister Matthew“ ins Leben. „Ich habe mich schon immer gerne mit Mode beschäftigt, weshalb das Schreiben darüber sehr nahe lag“, erklärt der 21-jährige. Aus Liebe zur Mode fing er auf seinem eigenen Blog zu schreiben an und konnte schnell an Lesern und Reichweite gewinnen. Den Grund dafür sieht Limmer in seiner Nischenposition als männlicher Modeblogger in einer von Frauen dominierten Szene. „Es gibt mehr modeinteressierte Männer als sich die meisten vorstellen“, sagt der Blogger überzeugt und die Leser geben ihm recht: 80 Prozent seiner Follower sind männlich und im Alter zwischen 18 und 35 Jahren.

Seinen Stil beschreibt Limmer mit den Worten ,,Vergangenheit trifft Zukunft“. Er bedient sich gern an modischen Elementen aus den Zwanzigerjahren, wie Hosenträgern, Fliegen und Bundfaltenhosen und kombiniert diese mit futuristischen Kleidungsstücken, die ungewöhnliche Formen und Farben haben. Auf „Mister Matthew“ setzt er sich aber nicht nur mit Fashion für sich auseinander. Hin und wieder versucht er anzuecken und das nicht nur modisch, sondern auch politisch um auf diese Art gesellschaftliche Themen in seinen Blog zu integrieren. So gründete er 2015 beispielsweise die Organisation ,,Fashion Für Flüchtlinge“, die sich das Sammeln und Verteilen von Mode zur Aufgabe gemacht hat. „Was ich mit diesen Aktionen regelmäßig zeigen möchte, ist, dass Mode viel mehr kann, als nur gut auszusehen. Mode kann provokant, politisch korrekt und inkorrekt sein und zu Gesprächen anregen“ erklärt der Blogger. Die Mode sei als Werkzeug viel zu unterschätzt, weshalb Limmer auf „Mister Matthew“ genau diese Fähigkeit zelebrieren möchte. Was für ihn aus einem Hobby heraus entstand, ist dabei mittlerweile zu seinem Beruf geworden. Heute ist „Mister Matthew“ laut eigener Aussage einer der erfolgreichsten Mode- und Lifestyleblogs für Männer in Deutschland.

1. Deine Trendtipps für den Winter 2017/2018?
Für den Winter empfehle ich das Tragen von Trenchcoats, sowohl für Männer als auch für Frauen. Trenchcoats werden einfach viel zu selten angezogen dabei eignen sie sich so gut, um schick und elegant aus der Masse hervorzustechen.

2. Evergreen: Was geht immer, was ist das ewige No-Go?
Ein Evergreen im Bereich Mode für Männer ist tatsächlich der Anzug. Ob für einen Geschäftstermin, eine Feierlichkeit oder gar für die Freizeit. Ein schicker, eleganter oder lässiger Anzug geht immer. Ein Outfit in komplett Schwarz dagegen, ist mein persönliches No-Go! Vor ein paar Jahren war das noch „in“, aber mittlerweile kann ich einen Look in komplett Schwarz nicht mehr sehen. Ich finde das einfach nur langweilig und wenig kreativ. Ein bisschen Farbe oder Weiß muss immer vorhanden sein!

3. Was ist aktuell Dein Lieblingskleidungsstück?
Mein neugekaufter Trenchcoat in beige. Ich bin absolut verliebt in ihn!

4. Must-have: Was sollte jeder im Kleiderschrank haben?
Einen schicken Anzug für jede Gelegenheit, eine Jeans, die gut sitzt und einen schönen, dicken Mantel für Herbst und Winter.

5. Lieblingsdesigner*in(nen)?
Habe ich in der Tat keine! Ich liebe Mode so sehr, ich schaue nicht stur nach Designern, sondern vielmehr nach ihren Kollektionen, die mir mal gefallen und mal nicht gefallen. Daher kann ich keinem Designer andauernden Zuspruch geben.

6. Wenn Du zeitreisen könntest, in welche Modeepoche würdest Du reisen und wieso?
Ich würde in das New York der frühen 1920er reisen. Die Lebenslust und die Partys dieser Zeit turnen mich total an. Vor allem ist es aber die Mode, die mir aus dieser Zeit so gut gefällt. Da waren die Männer noch modebewusster und sind fast jeden Tag mit Anzug, Hut, Hosenträgern und Spazierstock auf die Straßen gegangen.  Ich muss aber auch sagen, dass mir eine Zeitreise in die Zukunft sehr gefallen würde.

7. Modische(s) Vorbild(er)?
Ich orientiere mich modisch an so vielen unterschiedlichen Dingen, dass ich niemanden als mein modisches Vorbild bezeichnen kann.

8. Dein Modegeschmack in drei Worten?
Avantgardistisch, experimentell und auffallend.

9. Wenn Du ein Kleidungsstück wärst, welches wäre das und wieso?
Ich glaube, dass ich ein Rollkragenpullover wäre. Er sieht gut aus, sitzt immer an Ort und Stelle und wird in der Welt eher weniger als häufig getragen. Das finde ich gut! Ich wäre also ein Rollkragenpullover – In allen möglichen Farben.

10. Beende den Satz: "Mode ist ..."?
… mächtig.


Dieses Interview führte: Luwi Funke – 06.12.2017
Fotocredits: Bilder 1-2: Martin Stier | Bilder 3-4: Phil Grafe
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